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Zeitenwende in der Finanzwelt: Liechtenstein überzeugt durch Stabilität

Corona, Inflation und Krieg sorgen für weltweit angespannte Anlegerstimmung und eingetrübte Aussichten. Die Eigenschaften, die es braucht, um diese Situation zu meistern, liegen in der DNA von Liechtensteins Finanzplatz.

Der SMI hat seit Anfang Jahr über 10 % an Wert eingebüsst, andere Indizes noch mehr. Die Anlegerstimmung ist getrübt, Erinnerungen an grosse Krisen wie die Dotcom-Blase oder die globale Finanzkrise 2007/08 werden wach. Die Gründe sind vielfältig, lassen sich aber im Wesentlichen auf drei Faktoren herunterbrechen:

Der Krieg in der Ukraine bringt allgemeine Unsicherheit und erschüttert den von westlichen Nachkriegsgenerationen geteilten Konsens einer möglichst waffen- und gewaltfreien Welt. Daneben bringt der Krieg aber auch eine Nahrungsmittel- und Energiekrise, die international abgestimmte Lösungen erfordert.

Weltweit ist eine stark steigende Inflation zu beobachten. In der Schweiz steht sie bei aktuell rund 2,5 %, was für unsere Verhältnisse zwar hoch, im internationalen Vergleich aber immer noch moderat ist. Einerseits haben die aufgrund von Corona unternommenen Unterstützungsmassnahmen der Zentralbanken die Geldmenge in den letzten zwei Jahren massiv ansteigen lassen, andererseits sind Faktoren wie steigende Energiepreise ein treibender Faktor für steigende Preisindizes. Sowohl die Fed als auch die EZB warten mit Zinserhöhungen auf, um der Teuerung Herr zu werden. In den grössten Volkswirtschaften der Welt machen sich Rezessionssorgen breit.

Gleichzeitig macht uns Corona weiterhin zu schaffen. Die Lieferketten dieser Welt wurden (und sind, siehe Tausende von in China feststeckenden Transportschiffen) durch die Pandemie nachhaltig gestört. Die möglicherweise eintretende «De-Globalisierung» muss langfristig nichts Schlechtes sein, da sie auch mehr Lokalität und eine Abkehr von «the cheaper, the better» bedeuten könnte. Kurzfristig bedeutet sie aber vor allem höhere Kosten.

Die lange Phase des billigen Geldes und damit der konstant steigenden Märkte scheint zum Ende zu kommen. Viele, die in den letzten zehn Jahren und insbesondere während Corona mit Anlegen begonnen haben, werden vielleicht zum ersten Mal einen Bärenmarkt erleben, bei dem die Verluste nicht durch eine unmittelbar darauffolgende Rallye wettgemacht werden. Liechtenstein bietet Stabilität in unsicheren Zeiten.

Kunden, die dem Finanzplatz Liechtenstein ihr Vertrauen schenken, können sicher sein, dass mit ihrem Vermögen äusserst sorgfältig umgegangen wird. Liechtensteins Treuhänder stehen für umsichtige sowie langfristige Nachfolge- und Vermögensplanungen. Dazu gehört auch, unsichere Zeiten einzukalkulieren. Die Sicherheit und Stabilität des liechtensteinischen Wirtschaftssystems wird von den grössten Ratingagenturen durch die Bestnote AAA regelmässig bestätigt. Zudem ist der Finanzplatz mit den beiden Wirtschaftsräumen EWR und der Schweiz konform und entsprechend sehr erfahren im Umgang mit internationalen Regularien und Sanktionen.

Steht uns eine Zeitenwende bevor?

Die aktuelle Situation stellt die Finanzplätze dieser Welt – auch jener von Liechtenstein – vor grosse Herausforderungen. Ob eine Zeitenwende bevorsteht, wird man wohl erst rückblickend beurteilen können. Doch ungeachtet der Unsicherheit lässt sich bereits jetzt sagen: Zoomt man auf der Zeitachse heraus, wird die jetzige Phase zeigen, dass die langfristige Strategie des liechtensteinischen Finanzplatzes richtig ist.

Susan Schneider-Köder
Geschäftsführerin Liechtensteinische Treuhandkammer